Die diesjährige Sternsingeraktion in Katernberg begann am Freitagabend mit einem gemeinsamen Vortreffen. Bei diesem Treffen wurden die Kinder auf ihre Aufgabe vorbereitet und übten gemeinsam die Sternsingerlieder. Dabei wurden sie musikalisch von der Organistin Frau Schweinsberg unterstützt, die das Üben engagiert begleitete. Bereits an diesem Abend waren die ersten Königinnen und Könige in der Abendmesse in St. Joseph präsent und trugen den Segen weiter.
Am Samstag startete die Aktion offiziell mit einer feierlichen Aussendungsfeier um 9 Uhr, die von Gemeindereferent Torben Anthony gehalten wurde. Insgesamt 28 Kinder sowie 21 Begleiter und Helfer wurden gesegnet und für ihren Dienst ausgesandt.
Anschließend machten sich die Sternsinger trotz Schnee und kalter Temperaturen motiviert auf den Weg in die Straßen des Stadtteils.Nach vorheriger Anmeldung sowie auch spontan, wenn sie angesprochen wurden, konnten knapp 500 Haushalte besucht und der Segen „Christus mansionem benedicat“ überbracht werden. Eine Gruppe besuchte über die angemeldeten Haushalte hinaus noch spontan Haushalte, wo sie einen Weihnachtsbaum im Fenster sahen. Bei einigen Haushalten durften die Sternsinger auch hereinkommen und sich kurz aufwärmen oder sogar an der Krippe die drei Könige zum Jesuskind bringen. Zusätzlich standen zwei Sternsingergruppen jeweils für 1,5 Stunden vor der dm-Filiale an der Katernberger Straße und erreichten dort bis etwa 13 Uhr zahlreiche Passantinnen und Passanten.
Parallel zauberte am Vormittag ein kleines Team in der Küche für die Kinder ein warmes Mittagessen. So kamen die Kinder und Begleiter mittags zusammen und aßen gemeinsam. Anschließend wurden weitere Haushalte bis teilweise nach Sonnenuntergang besucht.
Am Sonntagmorgen wurde der feierliche Abschluss der Aktion in der Messe in St. Joseph gefeiert. Nahezu alle Sternsinger waren vor Ort, sangen die Sternsingerlieder und spendeten den Segen.
Ein besonderer Dank gilt allen Kindern sowie den erwachsenen Begleitern und Helfern, die bei Schnee, Kälte und teilweise bis in die Dunkelheit am Samstag unterwegs waren, um alle angemeldeten Haushalte zuverlässig zu besuchen.
Auch nach dem Aktionswochenende setzten einige Sternsinger ihr Engagement fort: Am Montag wurden noch die Kindertagesstätten von Heilig Geist und St. Joseph besucht.
Die Sternsinger spendeten den Segen und sangen die Sternsingerlieder, die teilweise sogar von den Kita-Kindern mitgesungen wurde.
Nach dem ein Kind etwas Geld in die Spendendose gesteckt hat, meinte es nur, damit kann sich Gott dann jetzt was schönes kaufen. Natürlich wurde von den Sternsingern aufgeklärt, dass das Geld für arme Kinder bestimmt ist, in diesem Jahr besonders für Kinder in Bangladesch.
Am Dienstag nahmen einige Kinder und Begleiter am Empfang des Oberbürgermeisters im Essener Rathaus teil. Ein Kind nahm sogar an der Aktion teil, obwohl es seinen 12. Geburtstag feierte.
Da die Gruppe aus St. Joseph die einzige Gruppe mit Kreide war, durften die Kinder sogar den Segensspruch mit Kreide auf die Tür des Rathauses schreiben. Nach Getränken und kleinen Snacks konnten die Kinder vom Rathaus aus bis Katernberg gucken. Und obwohl es beim „Burgermeister“ (O-Ton eines Kindes) keine „Burger“ gab, war es für die Kinder eine tolle Erfahrung.
Anschließend wurden bei dem Winterwetter noch zwei Schneemänner gebaut, bevor es für für einige der Kinder noch in das Louise-Schröder-Zentrum sowie die Einrichtung am Handwerkerpark ging und dort der Segen gespendet wurde. So wurde vielfach auf den Stationen für die Bewohnerinnen und Bewohner gesungen, teilweise wurde der Segen sogar bis in die Zimmer getragen.
Durch den großen Einsatz aller Beteiligten konnte ein beeindruckendes Spendenergebnis erzielt werden: Insgesamt wurden 9.538,38 Euro gesammelt. Die Sternsingeraktion war damit auch in diesem Jahr ein starkes Zeichen für Solidarität, Gemeinschaft und gelebten Glauben – selbst unter herausfordernden winterlichen Bedingungen.

























