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Stiftskirche Maria in der Not

Verfasser: Carli Hotze von den Pfadfindern DPSG St. Nikolaus (1. Februar 2016)

Stiftskirche und Kloster in direkter Nachbarschaft zur Nikolauskirche sind Teil des kirchlichen Lebens, gehören im rechtlichen Sinne aber nicht zur Pfarrei.

Das Karmelitinnenkloster

Der erste Bischof von Essen, Dr. Franz Hengsbach, legte am 15. April 1961 den Grundstein zum Bau des Karmelitinnenklosters “Maria in der Not”. Vier Jahre Später erfolgte die feierliche Einweihung des Karmel. Dort leben heute die Schwestern nach den Regeln des Karmelitinnenordens. Sein Ursprung geht auf den Propheten Elija zurück. Der Prophet steht für das im Alten Testament überlieferte Wort: “Es lebt der Herr, vor dessen Angesicht ich stehe”. Der Name des Ordens leitet sich aus dem Berg Karmel ab. Dort erbaten sich zu Beginn des 13. Jahrhunderts Einsiedler von der Kirche eine Regel für ihr gemeinschaftliches geistliches Leben. In Europa entwickelte sich der Orden weiter und wurde im 16. Jahrhundert durch Teresa von Avila und Johannes vom Kreuz erneuert.

Die beständige, liebende Hinwendung zu Gott braucht eine Atmosphäre der Stille, der Sammlung und der Zurückgezogenheit, und ein frohes, familiäres Gemeinschaftsleben andererseits.

Kontakt und Gottesdienstzeiten

Karmel "Maria in der Not"

Kapitelberg 1
45141 Essen

(02 01) 21 14 67
E-mail senden

Gottesdienste:
werktags 7:00 Uhr Hl. Messe
sonntags und an Feiertagen 8:00 Uhr hl. Messe
sonntags 16:30 Uhr gesungene Vesper

Internetpräsenz:
🌐 Homepage des Klosters

Das Leben im Karmel

Die Schwestern leben in der Abgeschiedenheit der Klausur, in der kleinen Gemeinschaft.

Grundpfeiler ihres Alltags sind:

  • die tägliche Eucharistiefeier
  • die zentrale Stellung des stillen, inneren Betens im Tagesablauf
  • die Verrichtung des kirchlichen Stundengebets im Schwesternchor und
  • das Hören auf das Wort Gottes
  • in der Inneren Verbundenheit mit dem Herrn den ganzen Tag über, bei einfacher Arbeit
  • sowie in den Stunden der Erholung den fröhlichen Austausch.

Der Dienst der Karmelitinnen an der Kirche und der Welt besteht nicht in aktiven Werken der Nächstenliebe, sondern in ihrer ganzen kontemplativen Existenz. Er gleicht dem Dienst, den die Wurzeln am Baum leisten.

Das Leben im Karmel ist erfüllt von der Verehrung und der liebenden Angleichung an Maria.

Persönlichkeiten und Heilige

Viele große Gestalten und Heilige sind im Laufe der Jahrhunderte vom Geist des Karmels geprägt worden. Für unsere Gegenwart stehen besonders leuchtend die Namen:
Theresia von Lisieux,
Elisabeth von Dijon und
Theresia Benedicta vom Kreuz –
Edith Stein.

Karmel Ikskile “Maria, Mutter des Erlösers” in Lettland

Im Eingehen auf Gottes Pläne, nur im Vertrauen auf ihn und seine Vorsehung, entstand unsere Karmelgründung bei Riga in Lettland.

Die Stiftskirche

Das Kirchengebäude, das etwa Mitte des 12. Jahrhunderts vollendet war, ist eine dreischiffige, zweijochige Pfeilerbasilika aus Ruhrbruchsandstein in romanischem Stil mit östlichem Abschluss aus einem quadratischen Chorraum mit Halbkreisapsis. Die Kirche gehört zu den frühesten Gewölbebasiliken des Rheinlandes, die Gewölbekappen wurden nach der Kriegszerstörung 1945 nicht wieder aufgebaut.

Ein westliches Turmpaar, von dem nur der Südturm in voller Höhe erhalten ist, fasste die anfangs nur ein Halbjoch breite Westempore ein. Nachdem das Doppelkloster allein zum Prämonstratensierinnenkloster geworden war, wurde zur Aufnahme des größeren Konvents eine Erweiterung der Empore notwendig, bei der man den Kirchenraum nach Westen erweiterte.

Aus dem 17. Jahrhundert stammen die veränderte Dachform mit Dachreiter sowie der Windfanganbau vor dem südlichen Eingang.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stiftskirche schwer beschädigt und nach 1945 wiederaufgebaut.

Die Innenausstattung der Kirche (mit Ausnahme des Taufsteins und Pieta) und die Verglasungen in der Marienkapelle und im Kirchenschiff sind nach Entwürfen des früheren Essener Dombaumeisters Dr. Heinz Dohmen und des Bildhauers Johannes Niemeier realisiert worden.

Der wertvolle alte Taufstein stammt aus dem 12. Jahrhundert. Er gilt als ältester dieser Art. Die aus Süddeutschland stammende Pieta wurde später von den Schwestern erworben. Kunstkenner verlegen ihre Entstehung in das 17. Jahrhundert.

Jahrhundertelang war die Stiftskirche Mittelpunkt eines Jungfrauenstiftes für Damen des niederen Adels, die anfangs die Prämonstratenserregel hielten und zum Chorgebet verpflichtet waren. In der dramatischen Zusammenkunft am 23.07.1475 setzten die Stiftsdamen den Charakter des Stiftes als ein freiweltliches urkundlich endgültig fest.

Am 03.05.1803 brachte die Säkularisation die Auflösung des Hochstiftes in Essen und die des adeligen Jungfrauenstiftes St. Nikolaus in Stoppenberg.

Bis 1907 war die Stiftskirche dann Pfarrkirche für die umliegenden Ortschaften und somit auch die Mutterkirche der Kirche St. Joseph in Essen Katernberg, der heutigen Pfarrkirche unserer Pfarrei Hl. Cosmas und Damian.

Chronik

1073 ließ Schwanhild, die 15. Äbtissin des Essener Adelsstiftes, an der Stelle einer alten heidnischen Opferstätte die Stoppenberger Stiftskirche erbauen.

Am 27.01.1074 weihte der Erzbischof von Köln, der hl. Anno, die Kirche der Jungfrau Maria und den heiligen Basilius, Nikolaus und Martin.

Die Kirche diente zunächst einem Konvent von Prämonstratensern und Prämonstratenserinnen, welches im 12. Jahrhundert auf dem Stiftsberg gegründet wurde.

Im 12. Jahrundert wurden die Apsis und der Westbau angefügt und die Empore erweitert. Die ursprüngliche flache Decke ersetzte man durch Gewölbe, die erst im zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe zerstört wurden. Unter der im 15. Jahrhundert erneuerten Frauenempore liegt eine Vorhalle mit vier kleinen Kreuzgratgewölben, die in der Mitte von einer Säule gestützt werden und erhalten blieben. Dieser Teil des Bauwerks ist als “Klausurkapelle” heute nur den Ordensschwestern zugänglich.

14.-17. Jahrhundert: Die heute noch vorhandenen und benutzten drei Glocken – eine vierte ging im 2. Weltkrieg verloren – stammen aus dem 14.-17. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert – der Zeit der Gotik – wurde der nördliche Seitenchor, die jetzige Marienkapelle angebaut und im 17. Jahrhundert der Windfang an der Südseite. Da die Kirchenmauern im Laufe der Jahrhunderte nach außen gedrückt wurden, erhielten sie starke Streben und “Absteifungen”.

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