Zum zweiten Mal haben etwa 60 Schülerinnen und Schüler aus der Stufe EF des Leibniz-Gymnasiums am 18. März zu einem ökumenischen Kreuzweg eingeladen. Etwa 20 Gemeindeglieder aus der katholischen Pfarrei Heilige Cosmas und Damian, aus der freien evangelischen Gemeinde und aus der Evangelischen Kirchengemeine Altenessen-Karnap fanden sich am Portal des Leibniz-Gymnasiums ein.

Zu den sieben Stationen des Weges gehörten jeweils eine Vorstellung des Themas und ein Gebet. Auch der Bezug zum Leidensweg Jesu wurde deutlich. Immer wieder haben die Schülerinnen und Schüler passende Musikstücke eingespielt, oder wir haben gemeinsam gesungen.

Nach dem liturgischen Auftakt durch die Pastoralreferentin Mirjam Brzeska stellte die erste Gruppe von Jugendlichen das Thema Kinderrechte in Familien und auch in der Schule vor. Sie machte darauf aufmerksam, dass auch heute Kinder darunter leiden, dass ihnen Rechte verweigert werden und dass ihnen oft nicht zugehört wird.

Die nächste Gruppe ging mit allen in den Kaiserpark und thematisierte die Probleme von Drogenabhängigen, die häufig im Kaiserpark Gleichgesinnte und einen Ort zum Rückzug finden. Auch die Folgen von Drogenabhängigkeit, nämlich Konflikte und Einsamkeit wurden in den Blick gerückt.

Zum ersten Mal führten die Schülerinnen und Schüler der dritten Gruppe alle zu einem Wettbüro. Sie machten deutlich, dass Beschaffungskriminalität, der Zerfall von Familien und Überschuldung zu den Problemen gehören, die sich mit dieser Sucht verbinden.
Die vierte Gruppe ging mit allen zur Zeche Carl. Mit den Gefahren unter Tage und dem Leiden von Bergleuten durch Erkrankungen wurden Themen angesprochen, zu denen viele der Älteren durch ihre Familiengeschichte einen eigenen Bezug hatten. Aus vollem Hals haben sie das Steigerlied mitgesungen, das im Begleitheft abgedruckt war.

Die nächste Gruppe von Schülerinnen und Schülern führte alle auf den Nordfriedhof. Wir standen zwischen privaten Gräbern, Kriegsgräbern und Gräbern von im Bergbau verstorbenen Männern. Wir hörten von der Geschichte und Vielfalt des Friedhofs und sangen im Gedanken an das Leid der Menschen das Bonhoefferlied: Von guten Mächten…

Die sechste Gruppe von Jugendlichen führte uns zum Karlsplatz und damit zu dem Ort des Gabenzauns. Der ist jedes Mal dabei, ob nun Erwachsene oder Jugendliche zum Kreuzweg einladen – die Fürsorge für Menschen, die Hunger leiden und Hilfe suchen, ist immer im Blick.

Vor dem Abschluss in der Alte Kirche ging die siebte und letzte Gruppe noch mit uns zum ehemaligen Marienhospital. Dort beteten wir für Menschen, die unter Krankheit leiden und als Angehörige um die Erkrankten bangen. Für die, die den Weg vom Leibniz-Gymnasium bis zur Alten Kirche mitgegangen sind, war es wertvoll die Orte mit den Gedanken und Anliegen der Schülerinnen und Schüler wahrzunehmen. Gerne und mit ausdrücklichem Dank haben alle am Ende applaudiert. So hat der Weg durch den Stadtteil uns den Leidensweg Jesu nähergebracht.

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