Dienstag, 3. November 2026
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„Gegen das Vergessen“

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Kirchen und Stadt Essen laden am 9. November zum Gedenken

Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Essener Dom erinnern die christlichen Kirchen an die Opfer der nationalsozialistischen Novemberpogrome. Jugendliche des Bischöflichen Schulzentrums am Stoppenberg gestalten die Feier mit und setzen ein Zeichen gegen das Vergessen.

Zur Erinnerung an die Novemberpogrome 1938 lädt der Arbeitskreis Christlicher Kirchen (ACK) in Essen am Montag, 9. November 2026, um 17:30 Uhr zu einem Gedenkgottesdienst in den Essener Dom ein. Unter der Überschrift „Gegen das Vergessen“ möchte der ACK mit der ökumenischen Feier an die antisemitische Gewalt der Nationalsozialisten erinnern und zugleich ein Zeichen für Hoffnung, Mut und Zuversicht setzen.

Den Gottesdienst leiten die katholische Gemeindereferentin Elvira Neumann, der evangelische Pfarrer Fritz Pahlke und Horst Hinrichs als Vertreter der evangelisch-freikirchlichen Gemeinden. Vorbereitet wurde die Feier gemeinsam mit der Schulseelsorge sowie Schülerinnen und Schülern des Bischöflichen Schulzentrums am Stoppenberg. Anstelle einer Predigt werden die Jugendlichen im Gottesdienst die „Todesfuge“ von Paul Celan vortragen. In diesem Gedicht thematisiert Celan die Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden durch die Nationalsozialisten. Die Form des Gedichts ist an eine musikalische Fuge angelehnt und nutzt ebenfalls Mehrstimmigkeit, Wiederholungen und Variationen.

Außerdem wird der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) in dem Gottesdienst ein Gebet sprechen.

Der Gedenkgottesdienst im Essener Dom findet bewusst vor der zentralen Gedenkveranstaltung der Stadt Essen zum Novemberpogrom 1938 statt. Diese beginnt um 19 Uhr in der benachbarten Alten Synagoge und ist ebenfalls ohne Anmeldung zugänglich.

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